Wenn es um steiles Terrain geht, gibt es tausende extrem steile Rinnen, Felsabbrüche und Pillow-Lines. Aber unter den offiziell benannten Abfahrten, wo liegen die steilsten der steilen? Wir haben die steilsten Skipisten der Welt hier für dich zusammengestellt. Hier sind sie.

Willst du deinen Mut auf die Probe stellen und deine Kreuzbänder gleich mit, fragst du dich vielleicht, wo die steilsten Spots zum Fahren sind. Klippen in Alaska droppen, Powder-Felder in Utah surfen oder die Kanten auf Weltcup-Strecken in Österreich drücken. Sie stehen alle auf dieser Liste und warten nur darauf, gefahren zu werden.
Ist dein DIN-Wert eingestellt, deine Kanten scharf und dein Magen stabil, dann mach dich bereit für ordentlich Gefälle.
Die steilsten Abfahrten im Ranking
Rambo – Crested Butte Mountain Resort, USA (~143 %)
Black Hole – Smugglers’ Notch Resort, USA (~133 %)
Christmas Chute – Alyeska Resort, USA (~119 %)
Kandahar „Freier Fall“ – Garmisch-Partenkirchen, Deutschland (92 %)
Direttissima – Mürren-Schilthorn, Schweiz (88 %)
Streif – Kitzbühel, Österreich (85 %)
Lauberhorn – Grindelwald-Wengen, Schweiz (85 %)
Great Scott – Snowbird Ski Resort, USA (84 %)
Langer Zug – Lech Zürs, Österreich (80 %)
Harakiri – Mayrhofen, Österreich (78 %)
Mont Fort – Verbier, Schweiz (77 %)
Schweizer Wand/Chavanette – Portes du Soleil, Frankreich/Schweiz (76 %)
Rambo in Crested Butte gilt als eine der steilsten lift-erschlossenen Abfahrten Nordamerikas, und sobald du oben stehst, verstehst du warum. Sie fällt direkt unterhalb des North Face Lifts ab und wird sofort brutal steil. Unpräpariert, schmal und von Bäumen gesäumt ist Rambo ein durchgehender Falllinien-Hang, der vom ersten Schwung an perfekte Kantenkontrolle verlangt.
Black Hole liegt unter dem Madonna Lift im Smugglers’ Notch in Vermont und liefert diese typische East-Coast-Intensität. Oft voller enger Buckel und eingerahmt von Bäumen hat Black Hole diesen Old-School-New-England-Charakter, also kompromisslos und hart an der Grenze zum Gefährlichen. Keine Präparierung, kein Entgegenkommen. Direkt, roh und genau die Art von Abfahrt, vor der Einheimische Respekt haben und von der Besucher noch lange nach ihrer Heimreise träumen.
Hoch über dem Turnagain Arm ist Christmas Chute so steil, wie es nur Alaska sein kann, mit einer gemeldeten Maximalsteigung von rund 119 Prozent. Erreichbar über die Headwall fällt sie in eine schmale, dramatische Rinne mit ernstem Gefälle und viel Exposition. Die Schneeverhältnisse reichen von Champagne-Powder bis windgepresst und hart wie Beton, und du brauchst starke Beine und messerscharfe Kanten, um das zu kontrollieren. Die Aussicht aufs Wasser ist spektakulär, aber lass dich nicht ablenken. Diese Abfahrt verlangt volle Aufmerksamkeit.
Die Kandahar-Weltcupstrecke in Garmisch-Partenkirchen ist legendär, aber es ist der Abschnitt „Freier Fall“, der ihr einen Platz auf dieser Liste sichert. Mit einer maximalen Steigung von 92 Prozent gehört er zu den steilsten präparierten Rennpassagen der Welt und wird selbst von den besten Ridern des Planeten mit Vorsicht genossen, auch wenn es nicht so aussieht, wenn sie sich mit voller Geschwindigkeit hinunterstürzen. Breit, schnell und offen fühlt sich Kandahar eher wie eine Absprungrampe als wie eine Skipiste an.
Die Direttissima am Mürren-Schilthorn gilt als eine der steilsten präparierten Pisten der Alpen. Sie fällt nahezu ohne Variation in der Falllinie direkt den Berg hinunter und ist ein kompromissloses Gefälle, das dich vom ersten Schwung an fordert. Frisch präpariert ist sie extrem schnell. Abgerutscht ist sie gnadenlos. So oder so verlangt die Direttissima volle Entschlossenheit, mit atemberaubender Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau.
Die Streif ist wohl die berühmteste Abfahrtsstrecke der Welt. Heimat des Hahnenkammrennens bietet sie furchteinflößende Abschnitte wie die „Mausefalle“, wo sich Rennfahrer allein durch ihre Geschwindigkeit förmlich in die Luft katapultieren. Die Steigung erreicht 85 Prozent, doch es ist die Kombination aus Eis und schrägen Kurvenpassagen, die sie legendär macht.
Das Lauberhorn ist vor allem dafür bekannt, das längste Abfahrtsrennen im Weltcup auszutragen, doch es bietet auch ernsthaft steile Passagen. Die Steigung erreicht an manchen Stellen rund 85 Prozent, insbesondere in den technisch anspruchsvolleren oberen Abschnitten. Das Lauberhorn ist breit und schnell, für den Rennsport konzipiert und eingerahmt von klassischer Schweizer Alpenkulisse. Es als Freizeitfahrer zu fahren fühlt sich an, als würdest du heiligen Boden betreten, besonders wenn du die Rennübertragungen kennst.
Great Scott liegt direkt unter der Tram in Snowbird, was bedeutet, dass du ein Publikum hast, ob du willst oder nicht. Steil, durchgehend und oft voller Buckel ist Great Scott mit einer Steigung von etwa 84 Prozent in manchen Abschnitten eine der bekanntesten Expertenabfahrten Utahs. Die Bedingungen reichen je nach Wetter von griffigem Powder bis hart und technisch. So oder so ist sie eine Art Initiationsritus für starke Rider in Snowbird und verlangt Respekt.
Der Langer Zug in Lech Zürs ist kurz, knackig und kompromisslos steil. Mit einer maximalen Steigung von rund 80 Prozent fällt er schnell aus dem Rüfikopf-Bereich ab und bleibt bis unten anspruchsvoll. Oft präpariert, aber dennoch einschüchternd wirkt der Langer Zug von unten betrachtet wie eine senkrechte Wand. Und es ist keine Seltenheit, Menschen den unteren Abschnitt auf dem Rücken oder Bauch hinunterrutschen zu sehen.
Harakiri in Mayrhofen ist die steilste markierte Piste Österreichs mit einer maximalen Steigung von 78 Prozent. Sie ist vollständig präpariert, was sie fast noch einschüchternder macht, weil du genau siehst, wie steil sie ist. Wenn sie eisig ist, ist Harakiri absolut unerbittlich und erwischt viele Rider eiskalt. Selbst wenn sie weich und sulzig ist, ist sie kein Witz. Harakiri ist keine Weltcupstrecke, aber sie ist längst selbst zu einer Bucket-List-Abfahrt geworden.
Vom Gipfel des Mont Fort in Verbier stehst du auf über 3.300 Metern mit Panoramablick über die Alpen. Die Abfahrt ist steil, oft unpräpariert und häufig voller Buckel. Mit 77 Prozent Gefälle in manchen Abschnitten ist es eine ernsthafte Abfahrt, die sich besonders bei harten Bedingungen exponiert und technisch anfühlt. Mont Fort ist klassisches Verbier-Terrain: groß, kühn und dramatisch. Wir haben dich gewarnt.
Le Pas de Chavanette, besser bekannt als die Schweizer Wand, ist die letzte Abfahrt auf unserer Liste. Sie liegt an der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz und ist berühmt für ihre riesigen Buckel mit einer maximalen Steigung von 76 Prozent. Sie wird selten präpariert und ist oft von hohen Buckeln bedeckt, die im Laufe des Tages immer größer werden. Die Schweizer Wand ist nicht besonders lang, aber sie ist kräftezehrend und extrem fotogen. Von unten wirkt sie fast senkrecht. Von oben sieht sie noch schlimmer aus.
Ob Weltcupstrecke in den Alpen oder kompromisslose Buckelpiste in Nordamerika, diese Abfahrten stehen für die extreme Seite des Wintersports. Manche sind präpariert, eisig und auf Geschwindigkeit ausgelegt. Andere sind roh, voller Buckel und gnadenlos. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind steil, fordernd und schlichtweg verrückt. Lieber du als wir.
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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir im Text die männliche Form. Gemeint sind jedoch stets alle Geschlechter.
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